Campana 2016

Ein großes Jahr für Campana!

 

 

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Sven’s Blog

Heute stand die 3. Etappe der Pfingst Tour von Lohmar zurück nach Burscheid auf dem Programm. Wieder tolle Trails…

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Heute 2. Tag der Campana Team Etappenfahrt erfolgreich beendet. Super Tag, Glück mit dem Wetter, tolle Trails und ein…

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MTB Etappenfahrt. 1.Etappe Burscheid nach Lohmar über den Bergischen Weg: Heute in der Früh starten 18 Campana Team Mitglieder…

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Multisport-Team Blog

Campana - Multisport Team hat 2 neue Fotos hinzugefügt.

RENNBERICHT NEHEIM LIVE MARATHON:

Auswahl gab es an diesem Sonntag ausreichend; das Cross Country Rennen in Haltern am See, der Marathon am Ruhrsee, der Marathon im belgische Malmedy oder der Marthon in Neheim. Jan und ich entschieden uns für Letzteren, nicht zuletzt um Punkte für die NRW Marathon Trophy zu sammeln. Ebenfalls ein Grund nach Neheim zu fahren ist, dass ich hier nur Veranstaltung mit gutem Wetter in Erinnerung habe. Des Weiteren zeichnet sich das Rennen durch eine super Atmosphäre im Start/Ziel-Bereich aus, der mitten auf dem Neheimer Marktplatz ist. Im Rahmen des Neheim Live Stadtfestes wird auf der großen Bühne auf dem Marktplatz ein sehr umfangreiches Programm dargeboten. Von der Anzahl der Personen, die dort an diesem Tag über die Bühne geschleust werden, könnte man meinen, dass jeder aus dem Städtchen einmal sein Können unter Beweis stellen darf - eine sehr gelungene Unterhaltung. Nun waren wir aber nicht nur zum Feiern gekommen, sondern wollten ja auch ein wenig Mountainbike fahren. Die Strecke in Neheim ist sehr schnell und technisch relativ anspruchslos. Die Anstiege bis auf einen eher recht sanft ansteigend. Dennoch oder gerade deswegen eine Strecke, die nicht nur Jan und ich immer wieder gerne fahren. Trotz der Sonne und dem zum Start angenehmen Temperaturen erwarteten wir aufgrund der massiven Regenfällen der vergangenen Wochen eine matschiges Rennen.

Mit der üblichen Verspätung ging es dann um 11:40 Uhr für alle drei Distanzen los. Jan und ich starteten auf der kurzen Strecke. Der Start ist neutralisiert, jedoch scheint der Veranstalter aus den vergangen Jahren gelernt zu haben, und gab das Rennen sofort frei als wir den Ortskern verlassen hatten. In den vergangen Jahren wurde das Rennen immer noch über eine längere gerade Landstraße neutralisiert geführt, was immer wieder zu nicht ganz ungefährlichen Situationen führte. Dieses Mal wurde das Tempo gleich voll angezogen, so dass sich das Feld gut in die Länge ziehen konnte. Als es nach 3 Kilometern dann in den Wald ging wurde das erste Mal richtig ernst gemacht und ich konnte die erste Gruppe nicht mehr halten, in der sich auch Tim und Alex von der Kurzstrecke befanden. Nach den ersten zwei Bergen wunderte ich mich, wie sauber ich noch war. Die Wege bis hier hin waren weitestgehend geschottert und vertrugen scheinbar viel Feuchtigkeit. Jedoch zu früh gefreut, nur wenig später folgte ein Art Weg, die sich mit Sumpf wesentlich besser beschreiben lässt. Hier wurde einmal das gesamte Rad inklusive Fahrer mit einem Schlammfilm überzogen. Mir kam diese Art von Weg aber ganz recht, endlich konnte ich zum schon lange immer nur knapp vor mir fahrenden Lennard aufschließen und für einige Meter den auf dieser Strecke sehr nützlichen Windschatten genießen. Kurz darauf folgte der einzige wirkliche Trail der Strecke, auch wenn ich sicherlich nicht zu den schlechtesten Bergabfahrern gehöre, Lennard ist in dieser Disziplin unschlagbar, erst recht, wenn es matschig ist. Ich versuchte sein Hinterrad zu halten, was mir nicht ganz gelang, aber aus den Augen verlor ich ihn auch nicht. Unten angekommen hatte wir die vorher doch noch größere Lücke zu zwei Fahrern vor uns geschlossen. Dabei auch Carsten, der ebenso wie Lennard und ich auf der Kurzstrecke unterwegs war. Nun ging es um Platz drei. Ich verlor noch einmal Carsten und Lennard verlor auch noch einmal ein Stück auf mich. Er fing sich aber schnell wieder und bei seiner Rückkehr brachte eher gleich eine ganze Gruppe, überwiegend mit Fahrern der Kurzstrecke mit sich, worauf ich ehrlich gesagt auch hätte verzichten können. Zusammen war auch schnell Carsten wieder eingeholt und damit ging auch das taktieren los. Immer mal wieder wurde das Tempo etwas verschärft, es konnten aber nie ernsthafte Lücken gerissen werden, so dass sich schließlich alle immer wieder zusammen fanden. Vor dem Ziel geht es rund 3 Kilometer flach am Fluss entlang, davor steht die letzte Abfahrt an. Lennard war hier vorne und konnte in der Abfahrt eine Lücke reißen. Unten angekommen gab ich alles, um diese Lücke wieder zu schließen. Die letzten Meter machte dann Carsten zu. Diese Aufholjagd hatte ganz schön Kraft gekostet. Das letzte Stück am Fluss entlang wurde dann zwar noch einmal das Tempo deutlich gedrosselt, zum erholen reichte es aber leider nicht. Vom Fluss aus waren es noch rund 400 Meter bis ins Ziel zurück auf dem Marktplatz und bereits unten am Fluss wurde der Schlusssprint angezogen. Ich konnte zwar mit den drei Fahrern vor mir mitgehen, zum übersprinten reichte es aber nicht mehr. Immerhin, den zweiten Fahrer der Herrenklasse aus der Gruppe konnte ich hinter mir lassen. So reichte es schließlich mit 1:16:47h für den sechsten Platz gesamt und den Zweiten in der Altersklasse. Insgesamt bin ich zufrieden damit, es fühlte sich endlich mal wieder auch so richtig nach Rennen fahren an. Der Druck auf dem Pedal und die Fähigkeit sich zu quälen war wieder da, nachdem beides in Erndtebrück noch fehlte.
Auch bei Jan lief es diese Woche erneut rund. Im liegt die schnelle Strecke ebenfalls. Kaum im Ziel angekommen berichtet Guido mir, dass Jan am Fluss entlang noch gedrückt habe wie ein Tier. Mit 1:19:50h konnte Jan in der U19 gewinnen und fuhr gesamt auf den zehnten Rang.

Erneut also ein gelungenes Wochenende für die Campana-Vertretung in Neheim.

Nächstes Wochenende haben wir uns dann mal ein rennfreies Wochenende verdient, bevor dann das Team Campana in Radevormwald beim 16h Rennen so richtig auftrumpft.

Wir sehn' uns in Rade.
Beste Grüße
Felix
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1 Tag her

RENNBERICHT NEHEIM LIVE MARATHON:

Auswahl gab es an diesem Sonntag ausreichend; das Cross Country Rennen in Haltern am See, der Marathon am Ruhrsee, der Marathon im belgische Malmedy oder der Marthon in Neheim. Jan und ich entschieden uns für Letzteren, nicht zuletzt um Punkte für die NRW Marathon Trophy zu sammeln. Ebenfalls ein Grund nach Neheim zu fahren ist, dass ich hier nur Veranstaltung mit gutem Wetter in Erinnerung habe. Des Weiteren zeichnet sich das Rennen durch eine super Atmosphäre im Start/Ziel-Bereich aus, der mitten auf dem Neheimer Marktplatz ist. Im Rahmen des Neheim Live Stadtfestes wird auf der großen Bühne auf dem Marktplatz ein sehr umfangreiches Programm dargeboten. Von der Anzahl der Personen, die dort an diesem Tag über die Bühne geschleust werden, könnte man meinen, dass jeder aus dem Städtchen einmal sein Können unter Beweis stellen darf - eine sehr gelungene Unterhaltung. Nun waren wir aber nicht nur zum Feiern gekommen, sondern wollten ja auch ein wenig Mountainbike fahren. Die Strecke in Neheim ist sehr schnell und technisch relativ anspruchslos. Die Anstiege bis auf einen eher recht sanft ansteigend. Dennoch oder gerade deswegen eine Strecke, die nicht nur Jan und ich immer wieder gerne fahren. Trotz der Sonne und dem zum Start angenehmen Temperaturen erwarteten wir aufgrund der massiven Regenfällen der vergangenen Wochen eine matschiges Rennen.

Mit der üblichen Verspätung ging es dann um 11:40 Uhr für alle drei Distanzen los. Jan und ich starteten auf der kurzen Strecke. Der Start ist neutralisiert, jedoch scheint der Veranstalter aus den vergangen Jahren gelernt zu haben, und gab das Rennen sofort frei als wir den Ortskern verlassen hatten. In den vergangen Jahren wurde das Rennen immer noch über eine längere gerade Landstraße neutralisiert geführt, was immer wieder zu nicht ganz ungefährlichen Situationen führte. Dieses Mal wurde das Tempo gleich voll angezogen, so dass sich das Feld gut in die Länge ziehen konnte. Als es nach 3 Kilometern dann in den Wald ging wurde das erste Mal richtig ernst gemacht und ich konnte die erste Gruppe nicht  mehr halten, in der sich auch Tim und Alex von der Kurzstrecke befanden. Nach den ersten zwei Bergen wunderte ich mich, wie sauber ich noch war. Die Wege bis hier hin waren weitestgehend geschottert und vertrugen scheinbar viel Feuchtigkeit. Jedoch zu früh gefreut, nur wenig später folgte ein Art Weg, die sich mit Sumpf wesentlich besser beschreiben lässt. Hier wurde einmal das gesamte Rad inklusive Fahrer mit einem Schlammfilm überzogen. Mir kam diese Art von Weg aber ganz recht, endlich konnte ich zum schon lange immer nur knapp vor mir fahrenden Lennard aufschließen und für einige Meter den auf dieser Strecke sehr nützlichen Windschatten genießen. Kurz darauf folgte der einzige wirkliche Trail der Strecke, auch wenn ich sicherlich nicht zu den schlechtesten Bergabfahrern gehöre, Lennard ist in dieser Disziplin unschlagbar, erst recht, wenn es matschig ist. Ich versuchte sein Hinterrad zu halten, was mir nicht ganz gelang, aber aus den Augen verlor ich ihn auch nicht. Unten angekommen hatte wir die vorher doch noch größere Lücke zu zwei Fahrern vor uns geschlossen. Dabei auch  Carsten, der ebenso wie Lennard und ich auf der Kurzstrecke unterwegs war. Nun ging es um Platz drei. Ich verlor noch einmal Carsten und Lennard verlor auch noch einmal ein Stück auf mich. Er fing sich aber schnell wieder und bei seiner Rückkehr brachte eher gleich eine ganze Gruppe, überwiegend mit Fahrern der Kurzstrecke mit sich, worauf ich ehrlich gesagt auch hätte verzichten können. Zusammen war auch schnell Carsten wieder eingeholt und damit ging auch das taktieren los. Immer mal wieder wurde das Tempo etwas verschärft, es konnten aber nie ernsthafte Lücken gerissen werden, so dass sich schließlich alle immer wieder zusammen fanden. Vor dem Ziel geht es rund 3 Kilometer flach am Fluss entlang, davor steht die letzte Abfahrt an. Lennard war hier vorne und konnte in der Abfahrt eine Lücke reißen. Unten angekommen gab ich alles, um diese Lücke wieder zu schließen. Die letzten Meter machte dann Carsten zu. Diese Aufholjagd hatte ganz schön Kraft gekostet. Das letzte Stück am Fluss entlang wurde dann zwar noch einmal das Tempo deutlich gedrosselt, zum erholen reichte es aber leider nicht. Vom Fluss aus waren es noch rund 400 Meter bis ins Ziel zurück auf dem Marktplatz und bereits unten am Fluss wurde der Schlusssprint angezogen. Ich konnte zwar mit den drei Fahrern vor mir mitgehen, zum übersprinten reichte es aber nicht mehr. Immerhin, den zweiten Fahrer der Herrenklasse aus der Gruppe konnte ich hinter mir lassen. So reichte es schließlich mit 1:16:47h für den sechsten Platz gesamt und den Zweiten in der Altersklasse. Insgesamt bin ich zufrieden damit, es fühlte sich endlich mal wieder auch so richtig nach Rennen fahren an. Der Druck auf dem Pedal und die Fähigkeit sich zu quälen war wieder da, nachdem beides in Erndtebrück noch fehlte.
Auch bei Jan lief es diese Woche erneut rund.  Im liegt die schnelle Strecke ebenfalls. Kaum im Ziel angekommen berichtet Guido mir, dass Jan am Fluss entlang noch gedrückt habe wie ein Tier. Mit 1:19:50h konnte Jan in der U19 gewinnen und fuhr gesamt auf den zehnten Rang.

Erneut also ein gelungenes Wochenende für die Campana-Vertretung in Neheim. 

Nächstes Wochenende haben wir uns dann mal ein rennfreies Wochenende verdient, bevor dann das Team Campana in Radevormwald beim 16h Rennen so richtig auftrumpft. 

Wir sehn uns in Rade.
Beste Grüße
Felix

Su Re Sure, Lars Bobach und 19 andere like this

Maik KaufmannWie immer. Bäääm

15 Stunden her
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wer startet denn morgen beim Marathon am Rursee? ... weiterweniger anzeigen

5 Tage her

Mätz de Kätz likes this

Mirko WeyerSandra Klunte😎

5 Tage her   ·  1
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Mirko WeyerBeste ever😍😍

5 Tage her   ·  1
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Sandra KlunteJepp...und Sven.....😆

5 Tage her

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Campana - Multisport Team hat 7 neue Fotos hinzugefügt.

MTB Marathon in Erndtebrück:

Dieses Wochenende stand am Sonntag der Marathon in Erndtebrück an, welcher den Auftakt zur Nutrixxion Marathon Trophy machte. Für das Team Campana war neben uns drei Dauerstartern, Jan, Tom und mir, auch Christian Brinkmann vor Ort. Die vergangenen Wochen hatte es viel geregt, im entsprechenden Zustand war die Strecke. Nachdem es auch am Sonntagmorgen erst noch geregnet hatte, war es vor Ort beim Rennen dann wenigstens von Oben trocken.
Wir entschieden uns alle auf der Kurzstrecke über 39 Kilometer an den Start zu gehen. Ich hatte im Startblock ausreichend weit vorne Aufstellung genommen, die anderen hatten sich nicht schnellgenug in den Startblock gedrängelt und standen ein ganzes Stück weiter hinten. Nach dem Start wurde dann auch ganz bald das Tempo angezogen. Ich konnte die ersten Vier nicht lange halten und befand mich dementsprechend in der ersten Verfolgergruppe. Glücklicherweise war mit Guido bei uns auch ein Fahrer des ausrichtenden Vereins, der nach wenigen Kilometern an einem Abzweig bemerkte, dass vergessen wurde die Strecke umzuflattern, nachdem die Fahrer der 18 Kilometerstrecke durch wahren. Die Folge davon war, dass nicht nur die ersten Vier unserer Distanz falsch gefahren waren, sondern auch die gesamte Mitteldistanz. Während die übrige Kurzstrecke nun auf die richtige Strecke gehen konnte, brach Guido sein Rennen ab und organisierte gerade noch rechtzeitig, dass die Fahrer der Mitteldistanz auf noch eine Zusatzschleife geleitet wurden, so dass am Ende den meisten Fahrern der Fehler nicht einmal aufgefallen war. Nun waren drei Fahrer unweit vor mir und mit Martin Fischer nahm ich die Verfolgung auf. In einer groben Schotterabfahrt wollte Martin links an mir vorbei, ich hatte dies jedoch nicht bemerkt und machte links ungewollt zu. Im nächsten Moment hangen wir mit den Lenkern ineinander. Währenddessen ich Glück hatte und auf dem Rad blieb, kam Martin vom Weg ab und stürzte in eine Wiese. Martin stand schnell wieder auf und nachdem sein Rad wieder gerichtet war sollte es weiter gehen, jedoch merkte er schnell, dass mit der Schulter etwas nicht stimmte. Nur wenige Meter weiter musste er das Rennen aufhören. Ich wollte erst bei ihm bleiben, aber nachdem er mich fast schon anschrie, ich solle weiter fahren, tat ich das auch. Die spätere Diagnose war alles andere als erfreulich, Schlüsselbeinbruch. Da bleibt nur noch gute und schnelle Besserung zu wünschen. An einem längeren Skihang sah ich wenig später nicht weit hinter mir, wie Jan den Berg hoch drückte. Nachdem ich ein Stück weiter kurz in den falschen Abzweig geschickt wurde, war er an mir dran und dann auch schnell vor mir. Zusammen sammelten wir Bastian ein, einen Fahrer aus dem Führungstrio, der mit Kettenriss am Streckenrand stand. Für so etwas hatte auch ich leider kein passendes Werkzeug dabei. Einige Kilometer weiter kam eine längere extrem matschige Passage. Jan bekam hier mit seinem Antrieb Probleme, die Kette verhakte sich immer wieder. Probleme, die man mit einer Einfach-Kurbel glücklicherweise nicht mehr hat. Nun war ich wieder ein paar Meter vor ihm, sah ihn aber immer wieder hinter mir. Leider konnte eher bis zum Ziel nicht wieder aufschließen, wobei der nutzen von gegenseitigen Windschatten in der Matsche wohl eh eher gering war. Nach 1:43h erreichte ich auf Platz Drei der richtig gefahrenen Fahrer das Ziel und Jan folgte wenige Sekunden später auf dem vierten Platz, in den Altersklassen brachte das den zweiten Platz und für Jan sogar den Sieg. Für Jan wohl ein weiterer riesen Sprung nach vorne, gerade verglichen mit der Form vom letztem Jahr noch. Das er da auch bald um den Gesamtsieg mitfahren kann, erscheint nicht unwahrscheinlich.
Tom zerlegte es leider auf einer sehr rutschigen Wiesenabfahrt, er merkte noch dass das Tempo für den Untergrund wohl doch ziemlich schnell war, da war es dann aber auch schon zu spät. Mit Verletzung am Knie, konnte er dennoch das Rennen schnell fortsetzen. Auch wenn Tom auf dem Kurs seine favourisierten steilen Rampen vermisste, legte er trotzdem wieder eine ordentliche Leistung hin und wurde mit 1:49h 13ter der richtig Gefahrenen und in seiner Altersklasse fünfter.
Auch Christian konnte seine Form im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich steigern. Er erreichte das Ziel auf dem 30ten Platz gesamt der richtig gefahrenen Biker und wurde achter der Altersklasse.
Warum betone ich nun immer wieder das der "richtig gefahrenen Biker"; weil im Anschluss doch noch drei der vier falsch gefahrenen Fahrer ganz vorne gewertet wurden. Wenn es nach mir geht, die richtige Entscheidung, aber da gehen die Meinungen weit auseinander. In der Altersklassenwertung betraf dies auch niemanden von uns. Und im Endeffekt ging es ja doch nur um die Wurst (Siegerprämie) und vorrangig soll das ganze ja Spaß machen.

Auf der 18 Kilometer Strecke konnte Florian Wargers, nicht direkt für Campana fahrend, aber für das eng verbundene Team Harveycom powered by Campana, ebenfalls einen Sieg einfahren.

Während Tom nächste Woche auf der Langstrecke in Belgien an den Start geht, geht es für Jan und mich zum Marathon nach Neheim. Ich hoffe bis dahin wieder ein wenig mehr den Druck für die Kurzstrecke wieder zu finden, mein Körper befindet sich momentan wohl er im Langstreckenmodus.

Bis dahin eine schöne Woche mit hoffentlich einigen trockenen Radkilometern.

Viele Grüße
Felix
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1 Woche her

MTB Marathon in Erndtebrück:

Dieses Wochenende stand am Sonntag der Marathon in Erndtebrück an, welcher den Auftakt zur Nutrixxion Marathon Trophy machte. Für das Team Campana war neben uns drei Dauerstartern, Jan, Tom und mir, auch Christian Brinkmann vor Ort. Die vergangenen Wochen hatte es viel geregt, im entsprechenden Zustand war die Strecke. Nachdem es auch am Sonntagmorgen erst noch geregnet hatte, war es vor Ort beim Rennen dann wenigstens von Oben trocken. 
Wir entschieden uns alle auf der Kurzstrecke über 39 Kilometer an den Start zu gehen. Ich hatte im Startblock ausreichend weit vorne Aufstellung genommen, die anderen hatten sich nicht schnellgenug in den Startblock gedrängelt und standen ein ganzes Stück weiter hinten. Nach dem Start wurde dann auch ganz bald das Tempo angezogen. Ich konnte die ersten Vier nicht lange halten und befand mich dementsprechend in der ersten Verfolgergruppe. Glücklicherweise war mit Guido bei uns auch ein Fahrer des ausrichtenden Vereins, der nach wenigen Kilometern an einem Abzweig bemerkte, dass vergessen wurde die Strecke umzuflattern, nachdem die Fahrer der 18 Kilometerstrecke durch wahren. Die Folge davon war, dass nicht nur die ersten Vier unserer Distanz falsch gefahren waren, sondern auch die gesamte Mitteldistanz. Während die übrige Kurzstrecke nun auf die richtige Strecke gehen konnte, brach Guido sein Rennen ab und organisierte gerade noch rechtzeitig, dass die Fahrer der Mitteldistanz auf noch eine Zusatzschleife geleitet wurden, so dass am Ende den meisten Fahrern der Fehler nicht einmal aufgefallen war. Nun waren drei Fahrer unweit vor mir und mit Martin Fischer nahm ich die Verfolgung auf. In einer groben Schotterabfahrt wollte Martin links an mir vorbei, ich hatte dies jedoch nicht bemerkt und machte links ungewollt zu. Im nächsten Moment hangen wir mit den Lenkern ineinander. Währenddessen ich Glück hatte und auf dem Rad blieb, kam Martin vom Weg ab und stürzte in eine Wiese. Martin stand schnell wieder auf und nachdem sein Rad wieder gerichtet war sollte es weiter gehen, jedoch merkte er schnell, dass mit der Schulter etwas nicht stimmte. Nur wenige Meter weiter musste er das Rennen aufhören. Ich wollte erst bei ihm bleiben, aber nachdem er mich fast schon anschrie, ich solle weiter fahren, tat ich das auch. Die spätere Diagnose war alles andere als erfreulich, Schlüsselbeinbruch. Da bleibt nur noch gute und schnelle Besserung zu wünschen. An einem längeren Skihang sah ich wenig später nicht weit hinter mir, wie Jan den Berg hoch drückte. Nachdem ich ein Stück weiter kurz in den falschen Abzweig geschickt wurde, war er an mir dran und dann auch schnell vor mir. Zusammen sammelten wir Bastian ein, einen Fahrer aus dem Führungstrio, der mit Kettenriss am Streckenrand stand. Für so etwas hatte auch ich leider kein passendes Werkzeug dabei. Einige Kilometer weiter kam eine längere extrem matschige Passage. Jan bekam hier mit seinem Antrieb Probleme, die Kette verhakte sich immer wieder. Probleme, die man mit einer Einfach-Kurbel glücklicherweise nicht mehr hat. Nun war ich wieder ein paar Meter vor ihm, sah ihn aber immer wieder hinter mir. Leider konnte eher bis zum Ziel nicht wieder aufschließen, wobei der nutzen von gegenseitigen Windschatten in der Matsche wohl eh eher gering war. Nach 1:43h erreichte ich auf Platz Drei der richtig gefahrenen Fahrer das Ziel und Jan folgte wenige Sekunden später auf dem vierten Platz, in den Altersklassen brachte das den zweiten Platz und für Jan sogar den Sieg. Für Jan wohl ein weiterer riesen Sprung nach vorne, gerade verglichen mit der Form vom letztem Jahr noch. Das er da auch bald um den Gesamtsieg mitfahren kann, erscheint nicht unwahrscheinlich. 
Tom zerlegte es leider auf einer sehr rutschigen Wiesenabfahrt, er merkte noch dass das Tempo für den Untergrund wohl doch ziemlich schnell war, da war es dann aber auch schon zu spät. Mit Verletzung am Knie, konnte er dennoch das Rennen schnell fortsetzen. Auch wenn Tom auf dem Kurs seine favourisierten steilen Rampen vermisste, legte er trotzdem wieder eine ordentliche Leistung hin und wurde mit 1:49h 13ter der richtig Gefahrenen und in seiner Altersklasse fünfter. 
Auch Christian konnte seine Form im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich steigern. Er erreichte das Ziel auf dem 30ten Platz gesamt der richtig gefahrenen Biker und wurde achter der Altersklasse. 
Warum betone ich nun immer wieder das der richtig gefahrenen Biker; weil im Anschluss doch noch drei der vier falsch gefahrenen Fahrer ganz vorne gewertet wurden.  Wenn es nach mir geht, die richtige Entscheidung, aber da gehen die Meinungen weit auseinander. In der Altersklassenwertung betraf dies auch niemanden von uns. Und im Endeffekt ging es ja doch nur um die Wurst (Siegerprämie) und vorrangig soll das ganze ja Spaß machen.

Auf der 18 Kilometer Strecke konnte Florian Wargers, nicht direkt für Campana fahrend, aber für das eng verbundene Team Harveycom powered by Campana, ebenfalls einen Sieg einfahren.
 
Während Tom nächste Woche auf der Langstrecke in Belgien an den Start geht, geht es für Jan und mich zum Marathon nach Neheim. Ich hoffe bis dahin wieder ein wenig mehr den Druck für die Kurzstrecke wieder zu finden, mein Körper befindet sich momentan wohl er im Langstreckenmodus. 

Bis dahin eine schöne Woche mit hoffentlich einigen trockenen Radkilometern.

Viele Grüße 
Felix

Campana - Multisport Team, Kev In und 24 andere like this

Campana - Multisport Teamwohl ein wenig schmutzig geworden....

5 Tage her
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XCO-NRW-Cup Grafschaft:

Nach vielen Langstreckenrennen und langen Trainingsfahrten wollte ich im Hinblick auf das 16h Rennen in Radevormwald mal wieder eine intensive Belastung trainieren. Und was bietet sich da besser an als ein XCO-Rennen. Gesagt, getan, ging es am frühen Sonntag morgen in das beschauliche Sauerlandörtchen Grafschaft bei Schmallenberg. Entgegen der Wettervorhersage bleib es auch trocken und so machte ich mich auf einen kurzen Trackwalk, um die Strecke zu erkunden, da mein letztes Rennen hier schon fünf Jahre her war. Das Streckenprofil zeigte sich sehr kletterlastig mit zwei langen und zwei kurzen, aber knackigen Anstiegen und ohne größere technische Passagen. Nicht grade mein Fall, aber es wird schon gehen, dachte ich mir. Zurück an Start und Ziel traf ich dann auch Jan und wir rollten die letzten Meter vorm Start noch etwas ein.
Da ich nur nachgemeldet war, musste ich relativ weit hinten im Feld das Rennen in Angriff nehmen. Der Startschuss erfolgte und die ersten Fahrer schossen den Schotteranstieg hinauf, während ich mich mit mehr oder weniger Ellenbogeneinsatz durch die Masse arbeiten musste. So ergab sich für mich zumindest die Möglichkeit, noch etwas mit meinen Kräften hauszuhalten. Nach der ersten Abfahrt stieg die Strecke auf einem breiten Schotterweg leicht bergan. Hier hieß es dann all out und so viele wie möglich überholen.
Während der ersten Zieldurchfahrt konnte ich dann meine Rundenzeit in etwa hochrechnen und mir die Kraft für die kommenden fünf Runden einteilen. Nach und nach sammelte ich immer weitere Fahrer ein, bis ich schließlich auf Jan auflief und ihn auch überholte. Meine Renntaktik mit verhaltenem Start stellte sich bei dieser konditionell fordernden Strecke als richtig heraus. Immer mehr Fahrer vielem meinem Tempo zum Opfer bis ich in der letzten Runde auf das Führungstrio der Senioren 2-Klasse auflief. Um mich von diesen auch noch abzusetzen, zog ich am letzten Wiesenanstieg noch einmal das Tempo an. Aber leider blockierten mich auf den letzten Metern zwei zu überrundende Fahrer, so dass die Drei wieder an mich ranfahren konnte und im Schlusssprint an mir vorbeizog. So erreichte ich nach 1:31:53h und sechs gefahrenen Runden als Zweiter in der Senioren 1-Klasse das Ziel. Jan kam etwa eine Minute später ins Ziel und erreichte auch in seiner Klasse (Junioren) den zweiten Platz.

Abschließend lässt sich feststellen, dass auch meine Kurzstreckenfähigkeiten noch ganz passabel sind und es auch mal wieder richtig Spaß gemacht hat. Als nächstes steht nun die Mittelstrecke in Erndtebrück und die Langstrecke in Malmedy auf dem Rennkalender, ehe es am zweiten Juli Wochenende zur Night on Bike in Radevormwald geht.

Bis dann und Kette rechts,

Tom
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2 Wochen her

XCO-NRW-Cup Grafschaft:

Nach vielen Langstreckenrennen und langen Trainingsfahrten wollte ich im Hinblick auf das 16h Rennen in Radevormwald mal wieder eine intensive Belastung trainieren. Und was bietet sich da besser an als ein XCO-Rennen. Gesagt, getan, ging es am frühen Sonntag morgen in das beschauliche Sauerlandörtchen Grafschaft bei Schmallenberg. Entgegen der Wettervorhersage bleib es auch trocken und so machte ich mich auf einen kurzen Trackwalk, um die Strecke zu erkunden, da mein letztes Rennen hier schon fünf Jahre her war. Das Streckenprofil zeigte sich sehr kletterlastig mit zwei langen und zwei kurzen, aber knackigen Anstiegen und ohne größere technische Passagen. Nicht grade mein Fall, aber es wird schon gehen, dachte ich mir. Zurück an Start und Ziel traf ich dann auch Jan und wir rollten die letzten Meter vorm Start noch etwas ein.
Da ich nur nachgemeldet war, musste ich relativ weit hinten im Feld das Rennen in Angriff nehmen. Der Startschuss erfolgte und die ersten Fahrer schossen den Schotteranstieg hinauf, während ich mich mit mehr oder weniger Ellenbogeneinsatz durch die Masse arbeiten musste. So ergab sich für mich zumindest die Möglichkeit, noch etwas mit meinen Kräften hauszuhalten. Nach der ersten Abfahrt stieg die Strecke auf einem breiten Schotterweg leicht bergan. Hier hieß es dann all out und so viele wie möglich überholen.
Während der ersten Zieldurchfahrt konnte ich dann meine Rundenzeit in etwa hochrechnen und mir die Kraft für die kommenden fünf Runden einteilen. Nach und nach sammelte ich immer weitere Fahrer ein, bis ich schließlich auf Jan auflief und ihn auch überholte. Meine Renntaktik mit verhaltenem Start stellte sich bei dieser konditionell fordernden Strecke als richtig heraus. Immer mehr Fahrer vielem meinem Tempo zum Opfer bis ich in der letzten Runde auf das Führungstrio der Senioren 2-Klasse auflief. Um mich von diesen auch noch abzusetzen, zog ich am letzten Wiesenanstieg noch einmal das Tempo an. Aber leider blockierten mich auf den letzten Metern zwei zu überrundende Fahrer, so dass die Drei wieder an mich ranfahren konnte und im Schlusssprint an mir vorbeizog. So erreichte ich nach 1:31:53h und sechs gefahrenen Runden als Zweiter in der Senioren 1-Klasse das Ziel. Jan kam etwa eine Minute später ins Ziel und erreichte auch in seiner Klasse (Junioren) den zweiten Platz.

Abschließend lässt sich feststellen, dass auch meine Kurzstreckenfähigkeiten noch ganz passabel sind und es auch mal wieder richtig Spaß gemacht hat. Als nächstes steht nun die Mittelstrecke in Erndtebrück und die Langstrecke in Malmedy auf dem Rennkalender, ehe es am zweiten Juli Wochenende zur Night on Bike in Radevormwald geht.

Bis dann und Kette rechts,

Tom

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24 Stunden-Rennen – Felix Pembaur
Schon seit vielen Jahren stand es auf meiner To Do Liste, einmal ein 24h Rennen Solo zu fahren. Schon im November bei der Saisonplanung vielen mir die 24h Deutschen Meisterschaften am Alfsee auf, die terminlich sich gut integrieren ließen und auch mit 160 Höhenmetern auf 12 Kilometern pro Runde für das erste 24h Rennen nicht zu anspruchsvoll aussahen. In den Wochen vor dem Rennen prophezeiten mir dann so einige Freunde, was ich mir damit angetan habe; die Strecke habe zwar nicht wahnsinnig viele Höhenmeter, gehe dafür aber zu einem großen Teil über extrem hubbelige Wiesenstücke. Ich nahm die Warnungen nicht allzu ernst und dachte mir, dass es so schlimm ja gar nicht sein kann.
Am Samstagmorgen sammelte mich dann mein Betreuer für dieses Wochenende, Sebastian Padt, ein und es ging in Richtung Alfsee im Kreis Osnabrück. Schnell war ein Stellplatz gefunden und alles aufgebaut. Etwas unerfreulich war, dass ausgerechnet jetzt mein Heuschnupfen zum erstem Mal so richtig in diesem Jahr zuschlug. An der Startlinie äußerte unser Zeltnachbar, ebenfalls Einzelstarter, die Vermutung, dass ich hier aus der Gegend käme, weil so viele gute Freunde am Streckenrand standen. Immer wieder großartig zu sehen, wie groß diese Radsportfamilie über die vielen Jahre die ich mittlerweile dabei bin geworden ist, eine riesige zusätzliche Motivation.
Pünktlich um 14 Uhr war dann der Start zu der 24h DM um den Alfsee. Ich war die Strecke vorher nicht abgefahren, da ich der Meinung war, ich würde Sie noch oft genug sehen. Und so sah ich die Runde nach dem Start zum ersten Mal und merkte schnell, sie war noch schlimmer als mir vorher angedroht wurde. Etwa die halbe Strecke, gefühlt noch viel mehr, bestand aus diesen abartigen Wiesenstücken. Die Höhenmeter bestanden nur aus sehr kurzen Rampen, ebenfalls über Wiesenstücke, die ein Großteil der Fahrer gar nicht hinaufkam, hier brauchte es schon eine Menge Kraft, eine gute Balance auf dem Bike und viel Gefühl beim Schalten, es blieben über das Rennen so einige Ketten hier liegen. Zwischen den Wiesenstücken waren immer wieder längere gepflasterte Abschnitte, die mir deutlich besser lagen, Kopf auf den Lenker und durchdrücken war hier das Motto.
Die ersten vier Stunden liefen dann ziemlich rund, ich war das Rennen einigermaßen locker angegangen und die meiste Zeit im GA1 Bereich unterwegs. Ich lag auf Platz 3 als ich auf der Hälfte der Runde schlagartig heftige Probleme mit dem Magen bekam. Ich wusste auf einmal gar nicht mehr, wie ich die Runde noch zum Ziel kommen sollte. Ich hielt gerade am Streckenrand an als ein Streckenbetreuer mit dem Rad kam und mich über eine der längeren Geraden schob. Es ging schon wieder ein wenig besser, aber nun fingen wieder die holprigen Wiesenstücke an. Irgendwie schaffte ich es dann noch bis zum Ziel und die Toilette brachte Erleichterung. Ob es die holprigen Wiesenstücke waren, die auf den Magen schlugen, die Allergietabletten oder hatte ich doch irgendetwas falsches gegessen, ich weiß es nicht. Das Ganze ärgerte mich aber doch ganz schön, wie oft fahre ich 4h Trainingseinheiten, wie viele Rennen bin ich allein in diesem Jahr über 4h gefahren und ausgerechnet jetzt so ein Mist schon so früh.
Die folgenden Runden lief es erst wieder besser, wenig später wurde es dann aber wieder zunehmend schlechter. Ich bekam immer mehr Schmerzen im Hüftbereich. Nach 6 Stunden hielt ich dann an. Ich war mir eigentlich schon sicher, dass das hier heute nichts mehr gibt, kündigte aber gleich mal meine Revanche für 2017 am Nürburgring an. Nachdem ich 45 Minuten dasaß und mit dem Rennen eigentlich schon quasi abgeschlossen hatte, kam einer der vielen Betreuer aus dem Nachbarzelt und sagte, "eine Runde fährst du aber noch.". Also gut, dachte ich, eine Runde noch, damit man auch im Nachbarzelt zufrieden ist. Ich setzte mich wieder aufs Rad und rollte los. Auf der Runde fuhr ich auch wieder auf den Einzelstarter aus dem anderen Nachbarzelt auf. Er sagte zu mir, "du willst doch wohl nicht schon aufgeben!", Worte die mir noch länger im Hinterkopf blieben. Im Ziel dann die Entscheidung, doch noch eine Runde dranzuhängen. So ging es mir die nächsten 3 Runden auch noch, jede Runde die Überlegung hörst du auf, oder fährst du doch noch eine Runde. Immer wieder viel die Entscheidung darauf, doch noch eine Runde zu fahren. Mittlerweile war es dunkel geworden und wieder stand diese Entscheidung an, weiterfahren oder aufgeben. Nun traf ich eine endgültige Entscheidung, die lautete: weiterfahren.
In den folgenden Runden wurde es immer besser, ich hielt fast jede Runde kurz an um eine Kleinigkeit zu Essen nachzuschieben und ansonsten wurde durchgefahren. Schnell war ich wieder auf Platz 6 vorgefahren und der Vorsprung nach hinten wurde langsam aber einigermaßen kontinuierlich größer. Die Nacht verging unglaublich schnell, Luft und Temperaturen waren sehr angenehm zu fahren. Am Morgen fuhr ich auf den Fünftplatzierten, Sven Hielscher, auf, der noch eine ganze Runde Vorsprung auf mich hatte. Er zeigte mir den Viertplatzierten, der etwa 100 Meter vor uns lag und gerade als wir ihn eingeholt hatten, hielt er zur Pinkelpause an. Somit war Sven nun vierter. Als wir an den längeren geraden Abschnitten angekommen waren, sagte Sven zu mir, "wenn du mir einen Gefallen tun möchtest, dann hilf mir einen kleinen Vorsprung auf David raus zu fahren" und da es mir zu dem Zeitpunkt gerade sehr gut ging, half ich ihm gerne dabei. Ich holte meinen Puls endlich mal wieder über die 150 Schläge und wir gaben zusammen ordentlich Gas. Am Ende der längeren flachen Abschnitte hatten wir sicherlich einen akzeptablen Vorsprung rausgeholt und unsere Wege trennten sich nun wieder.
Das Wetter wurde wieder zunehmender schwüler und heißer und die Sonne stand wieder voll auf der Strecke. Ich bekam die Idee vielleicht den fünften, David, auch noch einzuholen, Sven Hielscher auf Vier war mir nicht so wichtig, aber noch in die Top Fünf zu fahren, wäre ja schon cool. Es lief den Morgen lang weiter weitestgehend ziemlich rund, mal für eine Runde ein zwicken im Knie, mal die Füße die weh taten, aber im Großen und Ganzen war alles gut. Etwa 3 Stunden vor Schluss schaffte ich es dann tatsächlich David einzuholen und konnte auch schnell einen kleinen Vorsprung raus zu fahren. Dann fingen meine Handgelenke unglaublich an weh zu tun, ich ging in Schonhaltung, umfasste den Lenker nur noch ganz locker, aber es wurde immer schlimmer. Etwas über 2h vor Schluss musste ich mich nochmal für einige Minuten in den Sessel setzen, aß eine Kleinigkeit bevor es zurück aufs Bike ging. Mein Rückstand auf Sven betrug 28 Minuten, meine zwischenzeitige Idee ihn vielleicht auch noch zu bekommen verwarf ich und konzentrierte mich darauf den fünften Platz zu sichern. Die Power vom Morgen war nämlich mittlerweile verschwunden und ich fühlte mich von der Fitness den Umständen entsprechend zwar nicht schlecht, freute mich aber doch schon sehr darauf das Ziel endlich zu erreichen. Meine Handgelenke waren durch die Pause leider nicht besser geworden, aber ich merkte das meine Schonhaltung absolut kontraproduktiv war, wenn ich den Lenker so fest wie möglich umklammerte, war die Fahrt über die gefühlt immer holpriger gewordenen Wiesenstücke erträglicher. Endlich stand sie an, die letzte Runde. Bei der Einfahrt in diese, riss das Team Harveycom beim Anfeuern fast den Zaun ab und auch viele andere Freunde feuerten noch einmal an. Es waren noch 38 Minuten bis zum Schluss des Rennens, weshalb ich auf der letzten Runde etwas bummelte, um bloß nicht vor 14 Uhr wieder da zu sein und noch eine Runde fahren zu müssen. Gleichzeitig ging der Blick immer wieder nach hinten, aus Angst, dass David doch noch einmal kommen könnte.
Die Taktik ging auf, gerade als ich zurück auf das Eventgelände einbog, hörte ich, wie die letzten 10 Sekunden bis zum Zielschluss runter gezählt wurden. Noch nie war ich schlagartig so erleichtert und glücklich zugleich, wie in diesem Augenblick. Unter einen riesen Beifall vieler Zuschauer durfte ich durchs Ziel fahren, ein fantastischer Augenblick. Niemals hätte ich es nach den ersten 6 Stunden gedacht, dass ich es dann doch noch bis zum Ende durchhalte.
Im Ziel angekommen ging es mir dann jedoch Schlagartig schlechter, ich suchte mir die nächststehende Liege und legte mich erst einmal einige Minuten hin. Nachdem ich wieder aufgestanden war wurde mir sofort schwindelig und das nächste was ich mitbekam war, dass ich auf der Wiese lag. Auf Nachfrage bei Sebastian war ich nur wenige Sekunden weg. Nachdem ich wieder eine ganze Zeit lang auf der Liege lag und viel Wasser getrunken hatte, konnte ich wenigstens schon mal wieder alleine aufstehen und, wenn auch nur sehr wackelig, laufen. Sebastian packte in der Zwischenzeit das Auto zusammen, so dass wir auch bald nach Hause fahren konnten. Woran meine plötzlichen Kreislaufprobleme lagen, ist neben der Sache mit dem Magen die zweite offenbleibende Frage. War es das plötzliche aufhören, war es der plötzlich fehlende Zucker (ich hatte in den letzten 18h fast nur Cola und Red Bull getrunken), war es ein Sonnenstich oder einfach die Überanstrengung, ich weiß es nicht.
Mit dem fünften Platz von 85 Startern bei der Deutschen Meisterschaft bin ich sehr zufrieden, auch wenn ohne die Probleme mit dem Magen in den ersten Stunden vielleicht sogar noch mehr drinnen gewesen wäre. Am Ende hatte ich 35 Runden, also insgesamt 420 Kilometer gesammelt. Ich hatte mich schon ewig nicht mehr bis an die Grenzen meiner Belastbarkeit gefahren und wollte durch das 24h Rennen mal wieder wissen, wie sich das anfüllt; im Nachhinein bin ich mir unsicher, ob ich überhaupt vorher schon einmal so an meine Grenzen gegangen bin.
Auf der Strecke war durchweg eine sehr gute Stimmung, mit viel Respekt und Rücksichtnahme unter den Fahrern, was mir als sehr positiv aufgefallen ist. Ebenfalls erfreulich war die hervorragende Organisation und Verpflegung des Veranstalters. Das einzige, was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Strecke mit den vielen Wiesenstücken, ein ziemlich wesentliches Manko, was einen erneuten Start von mir höchst unwahrscheinlich macht.
Einen Tag nach dem Rennen ging es mir dann auch schon wieder unerwartet gut, eigentlich schmerzten nur die Handgelenke wirklich. Heute, vier Tage nach dem Rennen, ist außer einen leichten Taubheitsgefühl in den Händen nichts mehr zu spüren. Ich hatte nicht erwartet, dass ich das 24h Rennen so gut wegstecke.
Zum Abschluss bleibt mir nur noch Danke zu sagen. In erster Linie an meinen Betreuer Sebastian Padt, der sich das ganze Wochenende um die Ohren geschlagen hat und dafür gesorgt hat, dass ich eigentlich nur noch Fahrrad fahren musste. Des Weiteren gilt mein Dank den vielen Freunden und Zuschauern sowie den beiden Zeltnachbarn an der Strecke, für die Anfeuerung und die unterstützenden Worte, eine riesen Motivation. Und nicht zuletzt einen großen Dank an Sven Riedesel von Radsport Campana, der sich in den vergangenen Wochen viel Zeit genommen hat, mein Centurion Backfire perfekt auf mich abzustimmen; eine komfortable Sitzposition und nicht einmal ein zwicken im Rücken, zeigen wohl eindeutig, dass dies erfolgreich war.

Beste Grüße
Felix

P.S.: da ich das Rennen nach der Ankündigung meiner Revanche am Nürburgring 2017 ja doch noch zu Ende gefahren habe, ist die Revanche wohl hinfällig. Dass es trotzdem einen erneuten Solostart gibt, würde ich aber nicht ausschließen ;-)
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2 Wochen her

24 Stunden-Rennen – Felix Pembaur
Schon seit vielen Jahren stand es auf meiner To Do Liste, einmal ein 24h Rennen Solo zu fahren. Schon im November bei der Saisonplanung vielen mir die 24h Deutschen Meisterschaften am Alfsee auf, die terminlich sich gut integrieren ließen und auch mit 160 Höhenmetern auf 12 Kilometern pro Runde für das erste 24h Rennen nicht zu anspruchsvoll aussahen. In den Wochen vor dem Rennen prophezeiten mir dann so einige Freunde, was ich mir damit angetan habe; die Strecke habe zwar nicht wahnsinnig viele Höhenmeter, gehe dafür aber zu einem großen Teil über extrem hubbelige Wiesenstücke. Ich nahm die Warnungen nicht allzu ernst und dachte mir, dass es so schlimm ja gar nicht sein kann. 
Am Samstagmorgen sammelte mich dann mein Betreuer für dieses Wochenende, Sebastian Padt, ein und es ging in Richtung Alfsee im Kreis Osnabrück. Schnell war ein Stellplatz gefunden und alles aufgebaut. Etwas unerfreulich war, dass ausgerechnet jetzt mein Heuschnupfen zum erstem Mal so richtig in diesem Jahr zuschlug. An der Startlinie äußerte unser Zeltnachbar, ebenfalls Einzelstarter, die Vermutung, dass ich hier aus der Gegend käme, weil so viele gute Freunde am Streckenrand standen. Immer wieder großartig zu sehen, wie groß diese Radsportfamilie über die vielen Jahre die ich mittlerweile dabei bin geworden ist, eine riesige zusätzliche Motivation. 
Pünktlich um 14 Uhr war dann der Start zu der 24h DM um den Alfsee. Ich war die Strecke vorher nicht abgefahren, da ich der Meinung war, ich würde Sie noch oft genug sehen. Und so sah ich die Runde nach dem Start zum ersten Mal und merkte schnell, sie war noch schlimmer als mir vorher angedroht wurde. Etwa die halbe Strecke, gefühlt noch viel mehr, bestand aus diesen abartigen Wiesenstücken. Die Höhenmeter bestanden nur aus sehr kurzen Rampen, ebenfalls über Wiesenstücke, die ein Großteil der Fahrer gar nicht hinaufkam, hier brauchte es schon eine Menge Kraft, eine gute Balance auf dem Bike und viel Gefühl beim Schalten, es blieben über das Rennen so einige Ketten hier liegen. Zwischen den Wiesenstücken waren immer wieder längere gepflasterte Abschnitte, die mir deutlich besser lagen, Kopf auf den Lenker und durchdrücken war hier das Motto. 
Die ersten vier Stunden liefen dann ziemlich rund, ich war das Rennen einigermaßen locker angegangen und die meiste Zeit im GA1 Bereich unterwegs. Ich lag auf Platz 3 als ich auf der Hälfte der Runde schlagartig heftige Probleme mit dem Magen bekam. Ich wusste auf einmal gar nicht mehr, wie ich die Runde noch zum Ziel kommen sollte. Ich hielt gerade am Streckenrand an als ein Streckenbetreuer mit dem Rad kam und mich über eine der längeren Geraden schob. Es ging schon wieder ein wenig besser, aber nun fingen wieder die holprigen Wiesenstücke an. Irgendwie schaffte ich es dann noch bis zum Ziel und die Toilette brachte Erleichterung. Ob es die holprigen Wiesenstücke waren, die auf den Magen schlugen, die Allergietabletten oder hatte ich doch irgendetwas falsches gegessen, ich weiß es nicht. Das Ganze ärgerte mich aber doch ganz schön, wie oft fahre ich 4h Trainingseinheiten, wie viele Rennen bin ich allein in diesem Jahr über 4h gefahren und ausgerechnet jetzt so ein Mist schon so früh. 
Die folgenden Runden lief es erst wieder besser, wenig später wurde es dann aber wieder zunehmend schlechter. Ich bekam immer mehr Schmerzen im Hüftbereich.  Nach 6 Stunden hielt ich dann an. Ich war mir eigentlich schon sicher, dass das hier heute nichts mehr gibt, kündigte aber gleich mal meine Revanche für 2017 am Nürburgring an. Nachdem ich 45 Minuten dasaß und mit dem Rennen eigentlich schon quasi abgeschlossen hatte, kam einer der vielen Betreuer aus dem Nachbarzelt und sagte, eine Runde fährst du aber noch.. Also gut, dachte ich, eine Runde noch, damit man auch im Nachbarzelt zufrieden ist. Ich setzte mich wieder aufs Rad und rollte los. Auf der Runde fuhr ich auch wieder auf den Einzelstarter aus dem anderen Nachbarzelt auf. Er sagte zu mir, du willst doch wohl nicht schon aufgeben!, Worte die mir noch länger im Hinterkopf blieben. Im Ziel dann die Entscheidung, doch noch eine Runde dranzuhängen. So ging es mir die nächsten 3 Runden auch noch, jede Runde die Überlegung hörst du auf, oder fährst du doch noch eine Runde. Immer wieder viel die Entscheidung darauf, doch noch eine Runde zu fahren. Mittlerweile war es dunkel geworden und wieder stand diese Entscheidung an, weiterfahren oder aufgeben. Nun traf ich eine endgültige Entscheidung, die lautete: weiterfahren. 
In den folgenden Runden wurde es immer besser, ich hielt fast jede Runde kurz an um eine Kleinigkeit zu Essen nachzuschieben und ansonsten wurde durchgefahren. Schnell war ich wieder auf Platz 6 vorgefahren und der Vorsprung nach hinten wurde langsam aber einigermaßen kontinuierlich größer. Die Nacht verging unglaublich schnell, Luft und Temperaturen waren sehr angenehm zu fahren. Am Morgen fuhr ich auf den Fünftplatzierten, Sven Hielscher, auf, der noch eine ganze Runde Vorsprung auf mich hatte. Er zeigte mir den Viertplatzierten, der etwa 100 Meter vor uns lag und gerade als wir ihn eingeholt hatten, hielt er zur Pinkelpause an. Somit war Sven nun vierter. Als wir an den längeren geraden Abschnitten angekommen waren, sagte Sven zu mir, wenn du mir einen Gefallen tun möchtest, dann hilf mir einen kleinen Vorsprung auf David raus zu fahren und da es mir zu dem Zeitpunkt gerade sehr gut ging, half ich ihm gerne dabei. Ich holte meinen Puls endlich mal wieder über die 150 Schläge und wir gaben zusammen ordentlich Gas. Am Ende der längeren flachen Abschnitte hatten wir sicherlich einen akzeptablen Vorsprung rausgeholt und unsere Wege trennten sich nun wieder. 
Das Wetter wurde wieder zunehmender schwüler und heißer und die Sonne stand wieder voll auf der Strecke. Ich bekam die Idee vielleicht den fünften, David, auch noch einzuholen, Sven Hielscher auf Vier war mir nicht so wichtig, aber noch in die Top Fünf zu fahren, wäre ja schon cool. Es lief den Morgen lang weiter weitestgehend ziemlich rund, mal für eine Runde ein zwicken im Knie, mal die Füße die weh taten, aber im Großen und Ganzen war alles gut. Etwa 3 Stunden vor Schluss schaffte ich es dann tatsächlich David einzuholen und konnte auch schnell einen kleinen Vorsprung raus zu fahren. Dann fingen meine Handgelenke unglaublich an weh zu tun, ich ging in Schonhaltung, umfasste den Lenker nur noch ganz locker, aber es wurde immer schlimmer. Etwas über 2h vor Schluss musste ich mich nochmal für einige Minuten in den Sessel setzen, aß eine Kleinigkeit bevor es zurück aufs Bike ging. Mein Rückstand auf Sven betrug 28 Minuten, meine zwischenzeitige Idee ihn vielleicht auch noch zu bekommen verwarf ich und konzentrierte mich darauf den fünften Platz zu sichern. Die Power vom Morgen war nämlich mittlerweile verschwunden und ich fühlte mich von der Fitness den Umständen entsprechend zwar nicht schlecht, freute mich aber doch schon sehr darauf das Ziel endlich zu erreichen. Meine Handgelenke waren durch die Pause leider nicht besser geworden, aber ich merkte das meine Schonhaltung absolut kontraproduktiv war, wenn ich den Lenker so fest wie möglich umklammerte, war die Fahrt über die gefühlt immer holpriger gewordenen Wiesenstücke erträglicher. Endlich stand sie an, die letzte Runde. Bei der Einfahrt in diese, riss das Team Harveycom beim Anfeuern fast den Zaun ab und auch viele andere Freunde feuerten noch einmal an. Es waren noch 38 Minuten bis zum Schluss des Rennens, weshalb ich auf der letzten Runde etwas bummelte, um bloß nicht vor 14 Uhr wieder da zu sein und noch eine Runde fahren zu müssen. Gleichzeitig ging der Blick immer wieder nach hinten, aus Angst, dass David doch noch einmal kommen könnte. 
Die Taktik ging auf, gerade als ich zurück auf das Eventgelände einbog, hörte ich, wie die letzten 10 Sekunden bis zum Zielschluss runter gezählt wurden. Noch nie war ich schlagartig so erleichtert und glücklich zugleich, wie in diesem Augenblick. Unter einen riesen Beifall vieler Zuschauer durfte ich durchs Ziel fahren, ein fantastischer Augenblick. Niemals hätte ich es nach den ersten 6 Stunden gedacht, dass ich es dann doch noch bis zum Ende durchhalte. 
Im Ziel angekommen ging es mir dann jedoch Schlagartig schlechter, ich suchte mir die nächststehende Liege und legte mich erst einmal einige Minuten hin. Nachdem ich wieder aufgestanden war wurde mir sofort schwindelig und das nächste was ich mitbekam war, dass ich auf der Wiese lag. Auf Nachfrage bei Sebastian war ich nur wenige Sekunden weg. Nachdem ich wieder eine ganze Zeit lang auf der Liege lag und viel Wasser getrunken hatte, konnte ich wenigstens schon mal wieder alleine aufstehen und, wenn auch nur sehr wackelig, laufen. Sebastian packte in der Zwischenzeit das Auto zusammen, so dass wir auch bald nach Hause fahren konnten. Woran meine plötzlichen Kreislaufprobleme lagen, ist neben der Sache mit dem Magen die zweite offenbleibende Frage. War es das plötzliche aufhören, war es der plötzlich fehlende Zucker (ich hatte in den letzten 18h fast nur Cola und Red Bull getrunken), war es ein Sonnenstich oder einfach die Überanstrengung, ich weiß es nicht. 
Mit dem fünften Platz von 85 Startern bei der Deutschen Meisterschaft bin ich sehr zufrieden, auch wenn ohne die Probleme mit dem Magen in den ersten Stunden vielleicht sogar noch mehr drinnen gewesen wäre. Am Ende hatte ich 35 Runden, also insgesamt 420 Kilometer gesammelt. Ich hatte mich schon ewig nicht mehr bis an die Grenzen meiner Belastbarkeit gefahren und wollte durch das 24h Rennen mal wieder wissen, wie sich das anfüllt; im Nachhinein bin ich mir unsicher, ob ich überhaupt vorher schon einmal so an meine Grenzen gegangen bin.
 Auf der Strecke war durchweg eine sehr gute Stimmung, mit viel Respekt und Rücksichtnahme unter den Fahrern, was mir als sehr positiv aufgefallen ist. Ebenfalls erfreulich war die hervorragende Organisation und Verpflegung des Veranstalters. Das einzige, was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Strecke mit den vielen Wiesenstücken, ein ziemlich wesentliches Manko, was einen erneuten Start von mir höchst unwahrscheinlich macht. 
Einen Tag nach dem Rennen ging es mir dann auch schon wieder unerwartet gut, eigentlich schmerzten nur die Handgelenke wirklich. Heute, vier Tage nach dem Rennen, ist außer einen leichten Taubheitsgefühl in den Händen nichts mehr zu spüren. Ich hatte nicht erwartet, dass ich das 24h Rennen so gut wegstecke. 
Zum Abschluss bleibt mir nur noch Danke zu sagen. In erster Linie an meinen Betreuer Sebastian Padt, der sich das ganze Wochenende um die Ohren geschlagen hat und dafür gesorgt hat, dass ich eigentlich nur noch Fahrrad fahren musste. Des Weiteren gilt mein Dank den vielen Freunden und Zuschauern sowie den beiden Zeltnachbarn an der Strecke, für die Anfeuerung und die unterstützenden Worte, eine riesen Motivation. Und nicht zuletzt einen großen Dank an Sven Riedesel von Radsport Campana, der sich in den vergangenen Wochen viel Zeit genommen hat, mein Centurion Backfire perfekt auf mich abzustimmen; eine komfortable Sitzposition und nicht einmal ein zwicken im Rücken, zeigen wohl eindeutig, dass dies erfolgreich war.
 
Beste Grüße
Felix
 
P.S.: da ich das Rennen nach der Ankündigung meiner Revanche am Nürburgring 2017 ja doch noch zu Ende gefahren habe, ist die Revanche wohl hinfällig. Dass es trotzdem einen erneuten Solostart gibt, würde ich aber nicht ausschließen ;-)

Jürgen Bremer, Marc de Nardi und 19 andere like this

Mirko WeyerSehr schön geschrieben! Nächstes mal reissen wir den Zaun ab :)

2 Wochen her
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Guido van HarenWahnsinn ich bin begeistert. Dein Kommentar ist wahrscheinlich nur ein kleiner Teil von dem was einem während der Fahrt durch den Kopf geht.

2 Wochen her
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Florian WargersFelix Pembaur Wie du schon sagst, wir sind wie eine Familie und da muss man doch zusammenhalten! Anfeuern ist nicht die Rede wert das ist doch selbstverständlich!😉

2 Wochen her
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