Dienstfahrrad Beispiel von JobRad

Bike-Leasing-Spezialisten – Das Dienstfahrrad zu günstigen Konditionen

Das Dienstfahrrad wird in Deutschland immer beliebter und schickt sich an, den Dienstwagen abzulösen. Dass der Trend „E-Bike statt E-Klasse“ hierzulande an Fahrt aufnimmt, belegt eine Schätzung des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft, welche die Anzahl der derzeit im Verkehr befindlichen Dienstfahrräder auf rund 200.000 beziffert. Im Angesicht dieser Zahlen ist es also kaum verwunderlich, dass auch immer mehr Bike-Leasing-Anbieter auf der Bildfläche erscheinen. Wie aber sieht der Markt aktuell aus und wie unterscheiden sich die Konditionen der großen Anbieter?

 

Wie sieht der Markt für Leasing-Anbieter aus?

Freilich hat sich der Markt für das Bike-Leasing noch nicht derart ausgedehnt, wie es beim konventionellen Leasing von Dienstwagen der Fall ist. Nichtsdestotrotz kristallisiert sich bereits jetzt eine Anbieterstruktur heraus, die von einigen großen und überregionalen Anbietern sowie einer stetig wachsenden Zahl kleiner Unternehmen geprägt ist. Neben zahlreichen Fahrradgeschäften, die das Bike-Leasing als zusätzlichen Service anbieten, haben sich jedoch die drei Anbieter Jobrad, Bike-Leasing und Businessbike als führende Leasing-Unternehmen im professionellen Business-to-Business-Geschäft etabliert. Hinzu gesellen sich weitere Unternehmen wie Lease-a-Bike und Eurorad sowie klassische Leasing-Unternehmen wie IKB Leasing, die ihr Portfolio um das Leasing von Dienstfahrrädern erweitert haben, jedoch keine Spezialisten dafür sind.

 

Konditionen der drei Branchengrößen

Wie die Leasing-Konditionen im Detail letztlich ausfallen, hängt im Einzelfall vom Preis des geleasten Dienstrades sowie vom Verdienst des Arbeitnehmers ab. Während die monatlich fällige Leasing-Rate und die jeweils fällige Minderung des Nettomonatslohns unter der Voraussetzung des gleichen Fahrradpreises bei den drei großen Anbietern Jobrad, Bike-Leasing und Businessbike nur minimal voneinander abweichen, ergeben sich bei den zu zahlenden Versicherungen nennenswerte Unterschiede. Während Jobrad beispielsweise eine Vollkasko-Versicherung mit einer Selbstbeteiligung voraussetzt, entfällt die Selbstbeteiligung bei Businessbike.

Auch die Versicherungskonditionen selbst unterscheiden sich maßgeblich, zumal beispielsweise Inspektionskosten, Pannenhilfe und Kosten für den Austausch von Verschleißteilen nicht unbedingt in den angebotenen Versicherungspaketen integriert sind. Worin sich die drei Anbieter jedoch wiederum gleichen, ist der Restwert am Ende der dreijährigen Laufzeit, für den der Arbeitnehmer das geleaste Fahrrad übernehmen kann. Dieser Restwert beträgt bei den genannten Bike-Leasing-Anbietern jeweils 10 Prozent des Neupreises.

JobRad hat allerdings angekündigt, dass die obersten Finanzbehörden der Länder den Marktwert für das Dienstfahrrad nach Leasingende neuerdings pauschal mit 40% des Listenpreises bewerten wollen. Daraus werden sich neue Konditionen für die Leasingverträge und Besteuerung ergeben. Welche Änderungen genau zu erwarten sind und ab wann, solltest Du mit dem jeweiligen Leasing-Anbieter besprechen.

 

Was bei der Anbieterauswahl noch zu beachten ist

Im Angesicht der Tatsache, dass sich die Konditionen mit Ausnahme der Versicherungsleistungen zwischen Jobrad, Bike-Leasing und Businessbike nicht großartig voneinander unterscheiden, sind bei der Anbieterauswahl andere Faktoren entscheidend. Dazu zählt beispielsweise die Kapazität der Bike-Leasing-Unternehmen, zumal es einen Unterschied macht, ob ein mittelständischer Betrieb einige Dutzend Fahrräder least oder, ob ein Großkonzern wie SAP, Siemens oder BASF gleich mehrere Tausend Dienstfahrräder anschaffen möchte. Individuelle Angebote sind an dieser Stelle an der Tagesordnung.

Wichtig sind zudem die Minimal- und Maximalpreise, die potenzielle Leasing-Räder haben dürfen. Bei den drei großen Anbietern ist das Bike-Leasing ab einem Mindestpreis von 749 Euro respektive 999 Euro möglich, wobei zu beachten ist, dass sich das Leasing-Konzept erst bei teureren Fahrrädern im Bereich von mindestens 1.500 Euro effektiv für den Arbeitnehmer zu lohnen beginnt. Der Maximalpreis für ein Dienstfahrrad ist hingegen lediglich bei Jobrad auf 10.000 Euro gedeckelt. Sowohl Businessbike als auch Bike-Leasing haben sich auf keine Obergrenze für den Anschaffungspreis festgelegt. Insgesamt hat jedoch der Arbeitgeber das letzte Wort, wenn es um die Begrenzung des Maximalpreises geht, sodass sich Kosten und Nutzen beim Bike-Leasing unter dem Strich im Einklang befinden.