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09.11.2011 11:35 Alter: 191 days
Kategorie: Campana-Team Berichte

Das etwas andere Training


Das etwas andere Training Alle anderen Teammitglieder sind auf Wettkämpfen unterwegs und geben ihr bestes, Norbert und ich sind auf dem Weg in den Urlaub, in das Wunderschöne Österreich, aber nicht wie jeder mit dem Flieger oder Auto, sondern mit einer Trainingseinheit wie es sich für Campana Team Mitglieder gehört. Unser Plan von Leverkusen den ganzen Rhein entlang bis zum Bodensee dann um den Bodensee und zum Schluss längs der Alpen den Bodensee-Königssee Radweg bis nach Lofer im Salzburger Land. Das sind ca. 1200km in 9 Tagen und 6500Hm.

 

1. Tag Morgens 9 Uhr geht’s los zum Rhein, wir haben schönes Wetter und freuen uns auf die Fahrt. Erste Pause bei km 100 in Andernach bei Cola und Kuchen. Leider haben wir nur Gegenwind kommen aber trotzdem gut voran. Um 18 Uhr in Boppard angekommen haben wir eine Urige Pension gefunden. Die ersten 150km sind geschafft. Bei einem gutem essen und einem Weizen geht es zur Nachtruhe.

2. Tag Gut geschlafen die Nacht aber leider schon morgens regen. Nach 15km hört der Regen endlich auf und es ist mal windstill. In Mainz kommt der Wind wieder und eine kleine Pause. Der nächste heftige Schauer in Nierstein, schnell flüchten wir in ein Eiskaffee und machen eine Zwangspause bei lecker Cappuccino und Kuchen. Jetzt mit Kette rechts Richtung Ludwigshafen, Norbert gibt auf der B9 Richtung Worms alles und ich im Windschatten. Wir suchen eine Unterkunft und Irren durch die Gegend, nach 160km haben wir es geschafft ein Seminarhotel in Altrip der Besitzer ist sehr nett und selber Biker.

3. Tag Morgens trocken aber immer windiger, es wird wieder hart. Norbert dreht durch immer müssen wir um die Auen fahren und kommen nicht großartig voran. Nach 75km die erste Pause bei Rosi und Marion in einer Hafenanlage bei lecker Fisch. Jetzt regnet es auch wieder und Norbert dreht durch in den Auen, bei Iffezheim auf die B36 nach Rheine. In Rheine dann ins Hotel total kaputt aber gut war´s. Es sind noch 140km zusammen gekommen.

4. Tag Heute Richtung Basel, mal kein Wind und trocken bei 21 Grad. Immer den Radweg an der B36 und dann an der B3 nach Weil am Rhein. Ab Emmendingen nur Regen bis Freiburg, schöne Radwege in Freiburg aber auch eine riesen Stadt da bleibt es nicht aus sich zu verfahren (Verfahren= mehr Spaß). Den Weg wiedergefunden geht es Richtung Weil am Rhein und die ersten Anstiege kommen. Um 17.30 Uhr angekommen in Schliengen nach 140km endlich Ruhe und morgen geht´s weiter.

5. Tag Los geht’s nach Basel bei Regen satt und der erste Berg direkt vor der Tür. 2 Stunden heftiger Regen und viele Berge (lockere Rheintour) aber trotzdem schön. Ab Basel ändert sich das Wetter und die Wege werden auch wieder besser. In Bad Sackingen erste Pause und ab in einen EDEKA, Norbert philosophiert mit einer älteren Frau über das Leben. Weiter geht’s und die Sonne kommt langsam wieder. Die erste Panne, Norbert bekommt einen schleichenden Platten und nach einem kurzen Stop geht es weiter immer durch die Schweiz und Deutschland hin und her. In Lotterstetten machen wir Feierabend nach 130km.

6. Tag Gutes Wetter, Sonne aber noch etwas kühl geht es los Richtung Bodensee. Bei Stein am Rhein hat Norbert wieder einen Platten und meine Pumpe funktioniert nicht aber ein netter Fahrradhändler ist gefunden. Weiter geht’s aber leider in Radolfzell wieder ein Platten bei Norbert jetzt holt er sich einen neuen Mantel und ich eine neue Pumpe. Alles fertig und weiter geht’s mit etwas Druck auf der Pedale und wir sind in Konstanz, auf die Fähre nach Meersburg. Mit viel Spaß und einer guten Pace geht es durch Friedrichshafen nach Lindau. Mit Glück ein Zimmer bekommen, Einzelzimmer mit Beistellbett und 122km. Morgen kommen die ersten Berge, gute Nacht.

7. Tag Ab geht’s!! Nur regen vom feinsten, richtig heftig. Die Berge werden jetzt an den km fressen und der regen tut sein übriges, aber immer weiter sagen wir uns. In Salmas die erste Pause nach 61km und durch und durch nass auch die Schuhe. 1 Stunde Pause und es ist trocken aber grade auf dem Bike geht es weiter mit dem regen. Weiterfahrt Richtung Pfronten und vielen Bergen aber schöner Aussicht. Endlich ein Hotel in Pfronten gefunden nach 120km. Morgen geht’s weiter und ich hoffe es ist mal trocken.

8. Tag Keine Änderung vom Wetter, eher mehr regen. An Neuschwanstein und Hohenschwangau vorbei geht es durch schöne Wälder und Flüsse. Kurze Pause und noch viele km bis zum Tegernsee. Viele schöne Trails abseits aller Zivilisation und ab Bad Tölz wurde es heftig. Norbert scheucht mich die letzten 20km noch zum Tegernsee, nach 133km und Scheiß Wetter geht es morgen auf die letzte Etappe.

9. Tag Regen wie immer und die Klamotten werden nicht mehr richtig trocken. Los geht’s zum Schliersee heftiger Anstieg und immer nur Schotterweg. Ab Schliersee die neue Route direkt nur quer Feld ein und regen, regen und nochmals regen. Zu guter letzt ging es auch noch eine Skipiste auf 1100Hm hoch. Die Abfahrt sind wir dann über die Bundesstrasse bei 4 Grad runter. Bei Kufstein die erste Pause fast erfroren aber Glücklich in ein Restaurant aufwärmen und gut essen. Gestärkt ging es dann auf die letzten 50km nach Lofer wo wir Glücklich und zufrieden am Abend ankamen. Nach 1195km, 61,5 Stunden und 6500Hm haben wir mal was anderes gemacht was ein Erlebnis war aber das Wetter hätte etwas besser sein können.

 

Gruß Norbert und Dietmar