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IRONMAN HAWAII - Mehr als nur ein Mythos

 

Auch ich konnte dem Mythos Hawaii Ironman nicht widerstehen und
entschied mich im Jahre 1996 die Qualifikation für den Ironman
auf Hawaii in Angriff zu nehmen.  Mehr>>>

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IRONMAN HAWAII

Mehr als nur ein Mythos


Auch ich konnte dem Mythos Hawaii Ironman nicht widerstehen und entschied mich, im Jahre 1996 die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii in Angriff zu nehmen.

Fakten: der Ironman auf Hawaii ist der älteste, bekannteste und spektakulärste Triathlon auf der Welt und wird seit 1978 jährlich ausgetragen.

Die Wettkampfstrecke umfasst 3,8 km Schwimmen im Meer, eine 180 km lange Rennradstrecke und einem anschließendem Marathonlauf durch die Lavawüste von Big Island.
Die extremen Wetterbedingungen mit viel Hitze und den gefürchteten Mumuku Winden beeinflussen jährlich das Renngeschehen und die Höhen und Tiefen aller Teilnehmer.

 

Nachdem ich bereits in Europa an 2 Ironman Veranstaltungen erfolgreich teilgenommen hatte, stand im Winter 95/96 mein Terminkalender fest. Eine Qualifikation sollte im Mai auf den Kanaren-Insel Lanzarote ins Auge gefasst werden, um dann bis zum geplanten Saisonhöhepunkt im Oktober auf Hawaii genügend Zeit für die Vorbereitung genießen zu können.

 

Ich hatte alle möglichen Berichte, Magazine und Fernsehbilder studiert und konnte so in den langen Wintermonaten meine Motivation mehr als aufrecht halten. Ich trainierte in den wichtigen Wochen mehr als 20 Stunden pro Woche und ging sehr gut vorbereitet auf Lanzarote an den Start. Das Rennen hatte ich mir perfekt eingeteilt und schaffte die Qualifikation in meiner Altersklasse. Nebenbei wurde ich mit Platz 3 belohnt. Ich konnte es dann kaum erwarten, meine Reise nach Hawaii anzutreten. Dass ich am Ende 3 Mal dort an den Start gehen würde hatte, ich zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht.

 

Im Jahre 1996 erlebte ich dann, warum man als Triathlet einfach einmal nach Hawaii fahren sollte und genoss die Insel, die Menschen und deren Kultur. Ich lernte schnell, dass man sich mit der Insel arrangieren sollte, ansonsten kann man schnell scheitern, der Wettkampf hat seine eigenen Gesetze, welche man nicht unterschätzen darf. Ich hatte einen tollen Wettkampf und kämpfte mich auf einen 49 Gesamtplatz mit einer Zeit von 9:16 Stunden. Nicht schlecht für einen " Rookie" und dann durfte ich auch noch auf das Siegertreppchen der AK 35.

Was nun, stellte ich mir die Frage? Mit Unterstützung von meinem langjährigen Sponsor „illbruck“ entschied ich mich, nach meiner ersten Teilnahme im Jahr drauf es einmal als Profi zu versuchen. Im Stillen hatte ich das Gefühl, da geht noch etwas mehr!

 

In den kommenden Monaten erhöhte ich mein Training und es nahm langsam eine professionelle Struktur an, Wochenstunden über 30-35 Stunden waren keine Seltenheit. Mit der Hilfe von meinem Freund und langjährigem Trainer Peter Sauerland aus Solingen ging ich im Jahre 1997 wieder in Lanzarote an den Start, aber dieses Mal als Profitriathlet und qualifizierte mich ein 2tes Mal mit einem Top Resultat und Platz 8 Gesamt für Hawaii und dann im Jahre 1999 konnte ich das Ergebnis noch einmal mit dem 5ten Platz verbessern.

Da ich die Insel und Leute so liebte, verlagerte ich den Jahren 1997 und 1999 jeweils die letzten 6 Wochen Vorbereitung vor dem Wettkampf nach Hawaii. Ich trainierte unter den extremen Bedingungen und wurde eins mit den dort lebenden Triathleten und Anwohnern. In einem Zeitungsbericht wurde ich als „adapted Local“ benannt. Wenn ich jetzt daran denke, wird mir noch warm ums Herz.


In den beiden Jahren als Profi feierte ich dann meine wichtigsten und persönlich größten Erfolge meiner Laufbahn als Triathlet.

1997 – 9:05 Stunden- 26. Platz Gesamt

1999 – 8:48 Stunden – 19. Platz Gesamt

Bei meinem letzten Start im Jahre 1999 hatte ich versprochen, noch einmal wieder zurück zu kommen und mich noch einmal der Herausforderung Ironman zu stellen. Vielleicht ist ein Wechsel in die Altersklasse M 50 ein Ziel, warten wir es ab!